Dezember 2019

DIE PREISE AUF DEM IMMOBILIENMARKT ZIEHEN WEITER AN. MACHT ES ZUR ZEIT EIGENTLICH SINN, EINE IMMOBILIEN ZU KAUFEN?

BESTANDSIMMOBILIEN IN M‘GLADBACH

Immobilienscout24 veröffentlicht u.a. Preisentwicklungen von Bestandsimmobilien (Bj. 2013 und älter). Hier werden die Angebotspreise der letzten Jahre abgebildet. Im Jahr 2014 lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein „Haus zum Kauf“ bei ca. 1.850 € pro Quadratmeter. Im Jahre 2019 lag der Preis bei über 2.500 € pro Quadratmeter.
Dies entspricht einer Preissteigerung von über 35 %. Eine ähnliche prozentuale Preissteigerung liegt auch bei Eigentumswohnungen vor.

BAUPREISENTWICKLUNG 2014 – 2019

Das statistische Bundesamt liefert quartalsweise Zahlen, um die Baupreisentwicklung in ganz Deutschland abzubilden. Sieht man sich die letzten sechs Jahre an, so sind die Baupreise um über 17 % gestiegen. Die Preisentwicklung kannte in den letzten Jahren nur eine Richtung: Stetig steigend! Konkret bedeutet dies: Haben Sie im Jahre 2014 ein Haus für 300.000 € Herstellungskosten bauen können, so lagen die Herstellungskosten für das gleiche Haus im Jahre 2019 bereits bei über 350.000 €. Hinzu kommen noch die stetig steigenden Grundstückspreise.

DIE URSACHEN SIND VIELFÄLTIG

Hauptursachen sind die boomende Wirtschaftslage und die damit verbundene geringe Arbeitslosigkeit sowie die historisch einzigartige geringe Zinspolitik. Die Niedrigzinspolitik macht den Immobilienerwerb trotz steigender Preise zu einem attraktiven und fast alternativlosen Invest. Denn: Sparer erhalten für Ihr Erspartes keine Zinsen mehr und alternative Investmentmöglichkeiten sind aufgrund niedriger Zinserwartungen sehr rar. Viele Investoren legen ihr Kapital daher in Immobilien an, was zu einem Nachfrageüberhang und zu einem Angebotsdefizit führt, da auch die Erstellung neuen Wohnraumes zu langsam voran geht. Folglich lässt dies dann die Preise steigen. Hinzu kommt, dass viele Handwerksbetriebe durch die boomende Wirtschaftslage größtenteils völlig ausgelastet sind und dadurch die Preise erhöhen, wie auch die Auswertung des statistischen Bundesamtes zeigt.